Ausstellungen im Designcafé
Der Cafébereich im SPEKTRUM SELB ist als Designcafé konzipiert. In Vitrinen und an den Wänden sind Ausstellungsflächen für Künstler und Designer integriert. Die Ausstellungen sollen in unregelmäßigen Abständen wechseln, um den Raumeindruck immer wieder neu entstehen zu lassen. Besuchern bietet sich somit immer wieder eine neue Welt, die sie entdecken können.
Die Ausstellungen im Foyerbereich des Designcafés sind für alle Besucher von Kino und Café zu den üblichen Öffnungszeiten zugänglich.
Ab dem 25.02.2026
Künstlerische Fotografie - 2 Fotografen des Fotoclubs "Fränkische Lichtmaler"
Andreas Nawroth: Die Fotografie begeistert mich seit meinem Umstieg von der analogen zur digitalen Fototechnik. Mich inspirieren, immer wieder aufs Neue, die vielen Möglichkeiten der digitalen Bilder. Der Gedankenaustausch bei der Lichtmalern ist eine wertvolle Zeit, um mich mit Gleichgesinnten zu unterhalten. Denn bei den monatlichen Treffen erfährt man immer wieder Neues und Interessantes.
Daniel Trzcielinski: In der Fotografie habe ich eine Vorliebe für alles Minimalistische, Strukturen und "Wiederkehrendes" sowie Architektur mit all ihren Facetten. Gerne nehme ich an Foto-Marathons in ganz Deutschland teil. Hier mag ich besonders die geballte Forderung nach kreativen Ideen in einem herausfordernden Zeitrahmen auf unbekanntem Terrain.
Ab dem 31.03.2026
Kunstausstellung von Doris Bocka – FAMILIENANGELEGENHEITEN
Doris Bockas Malerei bewegt sich im Spannungsfeld von Philosophie und emotionaler Intuition. Als Gelehrte des Denkens und zugleich als Malerin erschafft sie Figuren, die zugleich abwesend und vollkommen präsent sind. In ihrer Serie „Familienangelegenheiten“ treten anonyme Erinnerungen hervor. Ihre Gesichter wirken leer, aber niemals ausdruckslos. Die Geste erinnert an Goyas geisterhafte Erscheinungen oder Marlene Dumas’ verblassende Konturen, doch Bockas Ansatz ist sanfter, von stiller Anmut durchdrungen. Diese Kinder wirken eindringlich, aber nicht gequält. Sie rufen Erinnerungen, Verlust und ein fragiles Identitätsgefühl hervor, schwebend zwischen Unschuld und Auslöschung.
Diese minimalistische Figuration steht im Kontrast zu ihren abstrakten Kompositionen, in denen Bocka Gedanken in gestischer Farbe entfalten lässt.
Hier nähert sich ihr Werk einer Meditation über die Stille, über Zerbrechlichkeit, über die Schwierigkeit, ja sogar Unmöglichkeit, sich selbst vollständig zu erkennen. Trotzdem sucht sie den Dialog mit dem Gegenüber.
Die gestalterische als auch farbliche Reduktion ihrer Werke eröffnet dem Betrachtenden die Möglichkeit eines persönlichen Zugangs bis hin zur Identifikation. Dieser Ansatz lädt zu einem Dialog ein, der eine individuelle Interpretation zulässt.
Ergänzt wird die Ausstellung durch Arrangements in Glaskuppeln, die persönliche Familienstücke und Flohmarktfunde zu kleinen Kulissen verweben. Sie laden dazu ein, aus eigenen Gedanken persönliche Geschichten zu kreieren.
